
Im 1996 Gast in der Locanda
Als Ratzinger Trüffel und Gnocchi in der Locanda gegessen hat
Stellen Sie sich einen Abend beim Abendessen mit dem (zukünftigen) Papst vor. Das war im Jahr 1996: an einem Samstag im September traf der damalige Präfekt der Kongregation für die Glaubensdoktrin, Joseph Ratzinger, zu einem Monferriner Abendessen ein.
Eine Wahl, die nicht zufällig getroffen war. „Ratzinger – erzählt Sig. Beppe Firato, der mit seiner Frau der damalige Eigentümer der Locanda gewesen ist - war mit dem deutschen Verleger Burda, einem regelmäßigen Gast der Locanda befreundet. Dieser war es, der Kardinal Ratzinger, welcher in Rom gerade das Sant‘Ufficio leitete, von ihr erzählte. Der Name weckte dessen Interesse. Eine Kontrollvisite der Digos (Informationsdienst der Staatspolizei) ging seiner Ankunft voraus. Dann traf er mit seinen Mitarbeitern und dem Vikar der Diözese Casale, Monsingor Moscone, ein. Das Restaurant war gesteckt voll. Es gelang uns einen Tisch zu bekommen: er aß auf Monferriner Art (die typischen Speisen des Monferrato) Trüffel und Gnocchi und äußerte seine große Zufriedenheit über das Menü. Er wollte die Locanda besichtigen und erkundigte sich, wie der Besitz des Gebäudes (in dem einst die Mitglieder der Inquisition ihre Aufenthalte verbrachten) an meine Familie gelangt war. Ratzinger, vom Ort sehr beeindruckt, übernachtete dann für eine Nacht und verabschiedete sich am nächsten Morgen von allen sehr herzlich.“
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